f r e q u e n z e n
08 februar 2026                                                                                                                      ubud, bali
es gibt den schönen gedanken, dass menschen aus unterschiedlichen gründen in unser leben treten. manche begleiten uns nur für einen kurzen abschnitt, manche lehren uns etwas und manche bleiben für immer.

lange zeit fiel es mir schwer, das wirklich zu verstehen. ich habe oft versucht, an menschen, verbindungen oder beziehungen festzuhalten, obwohl ich tief in mir schon gespürt habe, dass sie nicht mehr zu mir passen. loszulassen war für mich nie leicht.

gleichzeitig habe ich das alleinsein schon immer sehr genossen. eine zeit lang dachte ich sogar, irgendetwas würde mit mir nicht stimmen, weil ich mich alleine oft wohler gefühlt habe als in gesellschaft oder nach manchen treffen völlig erschöpft war.

manchmal habe ich schon vorher gemerkt, dass ich mich gar nicht auf ein treffen freue. manchmal bin ich danach nach hause gekommen und war vollkommen ausgelaugt oder hätte am liebsten schon viel früher den heimweg angetreten. ich dachte, ich wäre einfach zu sensibel oder irgendwie anders.

mit der zeit habe ich verstanden, dass ich mich in tiefen, ehrlichen, ruhigen und inspirierenden verbindungen einfach am meisten zuhause fühle. verbindungen, in denen offenheit wichtiger ist als bewertung, präsenz wichtiger als vergleich, und authentizität wichtiger als perfektion.

ich habe gelernt, dass nicht jede energie zu unserer eigenen passen muss und dass das vollkommen in ordnung ist. manche menschen inspirieren uns, schenken uns ruhe und lassen uns mehr wir selbst sein. andere begegnen uns, damit wir durch unterschiede, herausforderungen oder auch distanz etwas über uns lernen. vielleicht gehören auch sie genau deshalb zu unserem weg. die richtige energie fühlt sich leicht, ehrlich, ruhig, inspirierend und sicher. und ich glaube, dass es zu den wichtigsten dingen im leben gehört, darauf zu vertrauen, wie sich bestimmte menschen, orte und umgebungen für uns anfühlen.

wahrzunehmen, was uns wachsen lässt und was uns kraft schenkt, wo wir uns am meisten wie wir selbst fühlen.

nicht jede verbindung ist dafür da, uns zu nähren.

und nicht jede verbindung ist dafür bestimmt, für immer zu bleiben
.